Das Land mit nichts… und Bäumen

Lappland - endloses Nichts

Lappland - endloses Nichts

Sagen umwobenes Lappland – du nördlichste Region in Finnland, und auch von Europa. Du kratzt hungernd am Tourismus des Nordkapps in Norwegen und suchst Anschluss an die Barentssee vor Russland – aber du bekommst beides nicht. Musst dich für immer als das Land der Rentiere und Skilangläufer hergeben, ohne Chance auf Veränderung. Du bist geprägt von endlosen Wäldern, weiten Seen, einsamen Straßen und einem Blau des Himmels, welches nicht kopiert werden kann – niemals. Deine Natur fasziniert die Menschen, ruft sie auf zur Besinnung – auf sich selbst und das Wesentliche. Sie kehren ein, zur Ruhe, zur Sanftmut und zur Entspannung. Und sie werden immer wiederkehren, in deine Breiten über dem nördlichen Polarkreis.

SO stellen sich die meisten Leute Lappland vor. Nun war ich letzte Woche dort und berichte euch, wie es da oben ausschaut: Baum, Baum, Baum, Fels, Seeeeeee, Baum, Baum, Baum, Seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee, Fels, Fels, Wiese, Baum, Baum, Baum, Rentier, Rentier, Fels, Baum, Baum, Baum, Seeeeeeeeeee, Baum, Baum, Seeeeeeeeeeee, Baum, Baum, Rentier, Rentier, Rentierherde, Baum, Fels, Baum, Fels, Skifahrer, Skifahrer, Baum, Baum, Baum, Seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee, Baum, Baum, … – und dazwischen und drüber und drunter gaaaaaaaanz viel Schnee.

Der Weg zu mir selbst? - Wohl kaum...

Der Weg zu mir selbst? - Wohl kaum...

Ich bin da hoch gefahren, weil ich mal Einsamkeit ausprobieren wollte. Man berichtete mir, dass es sich wunderbar dazu eignet, mal den Weg zu sich selbst zu finden, sich zu besinnen auf sich selbst und das Wesentliche (wie schon erwähnt) und all sowas. Nun ja, ich bin ja ein Mensch, der Unterhaltung braucht – und wenn es keine gibt, wird selbst welche gemacht. Aber dieses ganze Gedöns mit „sich selbst finden“ – pfffffffff. Hab das vier Tage lang versucht, dann war das langweilig. Vielleicht bin ich nicht der Mensch, der sich auf sich selbst konzentrieren kann. Ich brauche da irgendwie Menschen dazu, die das für mich übernehmen – erst durch ihre Reflexion kann ich mich doch selbst erkennen. Ein Baum und ein See und ein Rentier reichen mir dafür nicht aus. Nach dem Tripp bin ich hinsichtlich dem „selbst finden“ zum Resumee gekommen: wer mich finden will, soll mich anrufen. Meine Telefonnummer ist zu erfragen.

DAS ist abends um ca. 23.30 Uhr!!!

DAS ist abends um ca. 23.30 Uhr!!!

Nun muss man aber nicht über Lappland herziehen, nur weil es für mich wenig zu bieten hat. Es gibt dort auch Dinge, die ich nicht missen möchte, erlebt zu haben: Rentiere sehen zum Beispiel. Als ich mit dem Bus den nördlichen Polarkreis kurz hinter Rovaniemi überquert habe, schaute ich auf die Uhr um zu wissen, wie viele Minuten es dauerte, bis man das erste Rentier sieht. Recht schnell sieht man die vielen Schilder an den Straßen, die vor kreuzenden Tieren warnen. Doch selbst waren die Viecher nicht zu sehen. Doch noch 44 Minuten tauchten zwei der weiß-grauen Riesen-Kühe auf – sie standen einfach so auf einer riesigen Wiese neben der Straße, kurz vorm Waldesrand und fraßen. Völlig ruhig und unbeeindruckt vom bisschen Verkehr, der an ihnen vorbeirauschte. Das zweite was faszinierend dort oben ist, sind die Lichtverhältnisse.

Saariselkä auf dem 68. nördlichen Breitengrad - gerade mal 300km vom Nordkap entfernt (Karte by: maps for free)

Saariselkä auf dem 68. nördlichen Breitengrad - gerade mal 300km vom Nordkap entfernt (Karte by: maps for free)

Saariselkä, der Ort in dem ich war, liegt im 68. nördlichen Breitengrad. Dortmund hingegen liegt auf dem 51. nördlichen Breitengrad. Zwischen jedem Breitengrad sind etwa 111km Entfernung. Die Distanz wird einem sehr gut bewusst gemacht, wenn man Sonnenauf- und -untergang vergleicht. In Deutschland geht die Sonne gegen 6.oo Uhr auf und 21.oo Uhr unter. In Jyväsyklä geht sie eine Stunde früher auf und eine halbe Stunde später unter. In Saariselkä, noch weitere 1000km nördlich, findet der Sonnenaufgang um 3.59 Uhr (2. Mai 2011) statt und die Sonne geht wieder um 22.17 Uhr (ebendem) unter. Nun ist es ja bekannter Maßen dann nicht sofort hell bzw. dunkel, sondern es gibt noch die Dämmerung, die einige Zeit dauert. Ich war völlig überrascht, dass es wirklich nur von etwa 1 Uhr nachts bis 2 Uhr morgens so etwas wie Dunkelheit dort oben gibt. Nur sehr ungenau konnte ich mir vorstellen, wie dann Mitternachtssonne dort ausschaut. Faszinierend. Zum Glück gibt es dort vor jedem Fenster dicke Vorhänge, die eine künstliche Dunkelheit in der Nacht erzeugen können.

Das wichtigste, warum ich aber freilich überhaupt nach Lappland gefahren bin: ich wollte den Schnee wieder haben – und davon gab es dort zum Glück noch genügend.

SCHNEE!!! Das schönste, was es in Finnland gibt!

SCHNEE!!! Das schönste, was es in Finnland gibt!

So stell ich mir eine Karriere-Laufbahn vor

So stell ich mir eine Karriere-Laufbahn vor

Blick vom Kaunispää

Blick vom Kaunispää

Eine Tour führte mich auf den Kaunispää, eine etwa 480m hohe Erhebung nicht weit von Saariselkä entfernt. Dort oben hat man einen wunderbaren Blick über die Region – besser gesagt: über nichts. Aber dieser Ausblick in alle Richtungen – ja ich gestehe – der hat mich echt tief beeindruckt. Zum Glück gab es dort oben ein gemütliches Restaurant und ich habe den gesamten Tag dort verbracht – bei tollstem Sonnenwetter.

auf dem Kaunispää in Saariselkä

auf dem Kaunispää in Saariselkä

DAS war perfekt in Lappland!

DAS war perfekt in Lappland!

Idylle? - Vielleicht für manche...

Idylle? - Vielleicht für manche...

Zum Schluss will ich noch ein paar Tipps hinterlassen, falls jemand von euch nach Lappland reisen will. Zwei Methoden will ich vorschlagen.

1. mit dem Wohnmobil. Startet in Rovaniemi mit dem Wohnmobil und fahrt die Europastraße vier in den Norden nach Ivalo und Inari. Haltet ruhig an allen kleinen Dörfern und Seen an – sie lohnen sich alle für einen kleinen Aufenthalt. Von Inari aus lohnt sich ein Ausflug zur Barentssee (über Russland oder Norwegen) und freilich ans Nordkap (Norwegen). Für die ganz Mutigen unter euch könnt ihr dann über Norwegen und Schweden wieder zurück in den Süden kehren. Beachtet den Fährverkehr von Schweden nach Oulu, Finnland – von dort geht es recht einfach in zwei Stunden nach Rovaniemi zurück.

2. der Kurztripp: Es gibt einen kleinen Flughafen in Ivalo, der von Helsinki aus angeflogen wird. Von dort könnte man sich ein Auto mieten und ebenfalls durch die Region reisen. Sich auf den öffentlichen Personennahverkehr zu verlassen, ist wenig ratsam. Es gibt keine Züge, sondern nur Busse und Fernbusse. Das Netz ist gut, jedoch nicht für spontane Reisen geeignet. Deswegen ist ein Auto von Vorteil.

Zum Schluss noch eine Empfehlung, wenn jemand mal das Gefühl haben will, wie es ist, durch Lappland (Baum, Baum, See, Fels, Rentier, Baum, Baum, …) zu reisen: tapeziert eine drehende Litfaßsäule mit Wald-Foto-Tapete und setzt euch seitlich dazu, bleibt vier Stunden davor sitzen und ihr habt genau das gleiche Gefühl, wie wenn man durch Lappland reist. Je nach Saison könntet ihr euch Tapete mit Sommer- oder Wintermotiv besorgen.

Advertisements
Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Ostern – war doch schon, oder?

Hm, wie erkläre ich es dem Kinder? Vielliecht so: viel ist nicht mehr hängen geblieben, aber ich hörte, es war legendär und heftig – das Osterfest 2011. Oder zumindest, was davon hier übrig blieb. Wie in allen Sachen sind die Finnen ja sehr zurückhaltend, auch was die traditionellen Festivitäten angeht. Es wird gefeiert, aber mehr privat – es wird weniger nach Außen getragen. Zum Beispiel waren die Geschäfte und Supermärkte natürlich mit Ostereiern und Hasen dekoriert, aber eher zurückhalten und dezent. Wer nicht wusste, das Ostern ist, hätte es auch erst am Montag mitbekommen als er merkte, dass die Geschäfte nich offen haben. Zum Glück warnte Linda mich vorher.

Ostern standen einige Feiereien an – Freitag fing das allgemeine Betüdelungsritual glaube ich an und hörte am Montag auf. Ich bitte euch hier nicht auf meine zeitlichen, örtlichen und persönlichen Angaben zu vertrauen – die sind in diesem Fall wenig zuverlässig, nehme ich an. Naja.

Mumien-Künstlerinnen Lisa und Bayley

Mumien-Künstlerinnen Lisa und Bayley

Auf den Kameras der anderen und meiner eigenen fand ich einige 1000 Bilder, die zeigen, dass wir Spaß hatten. Freilich werd ich die jetzt nicht komplett veröffentlichen, aber einige will ich euch doch nicht vorenthalten. Beispielsweise die Bilder der Mumienparty. Es war eigentlich eine Geburtstagsparty einer Freundin, jedoch war niemand wirklich in Stimmung zum Feiern (warum auch immer?!) und kurzer Hand kam die Idee als „Party-Mumie“ hinzugehen. Nach einigen Spielchen (es lebe „kämmpps“) wurde eine Mumie gebastelt. Das ging wie folgt: Basti stellt sich hin und wird mit unbenutzten, frisch gepflückten Klopapier eingewickelt. Das dauert ein wenig, war aber unglaublich witzig.

Auch der Weg zur Party, nur wenige 100 Meter von Myllyjärvi nach Roninmäki, war sehr unterhaltsam. Wiedermal anhand der Bilder zu urteilen.

Mumie on tour

Mumie on tour

Weg-Feierei - das Beste, was es gibt

Weg-Feierei - das Beste, was es gibt

Wenn kleine Kinder spielen, sind sie gesund.

Wenn kleine Kinder spielen, sind sie gesund.

Weil diejenige, für die die Verkleidung eigentlich gedacht war, dann gar nicht da war, entfernte ich sie auch umgehend wieder. Genug zum Löffel gemacht. Auf dem Weg zurück schauten wir noch in der Wohnung der Nachbarn vorbei – dankenswerter Weise fand sich Bastian bereit, etwas leckeres zu kochen (leider ist die Infrastruktur der Dönerbuden in Jyväskylä gerade nachts unter aller Sau). Nun kann ich das folgende nicht erklären, aber zumindest berichten: wir fanden Stifte und Farbe und malten uns an. Eine Weile später hatte eine n Stern im Gesicht, die andere liebte Beck auf der Stirn, es gab Blumen an der Gesichtsfront und Giraffen auf dem Arm.

Wer liebt sie nicht?

Wer liebt sie nicht?

Da schaut man, wer ein Star ist!

Da schaut man, wer ein Star ist!

Leckeres Essen nach der Feierei

Leckeres Essen nach der Feierei

Am Samstag konnte nicht lange ausgeschlafen werden, es mussten einige Einkäufe erledigt werden, weil viel auf dem Programm stand. Dank guter Planung reichte ein Einkauf für alles aus. Zunächst stand die nächste M-Building-Party mit davoriger Pre-Party im eigenen Haus an. Ich glaub, es waren zur Pre-Party vielleicht zehn Leute geladen – doch glücklicher Weise kamen etwa fünf Mal so viele. Weil die Pre-Party sich dann jedoch zu einer heftigen Party entwickelt hat, verzichtete ich kluger Weise auf die andere Party. Am nächsten Morgen fragte ich mich, warum jmd. in meinem Kleiderschrank saß, wo all meine neun Bananen hin waren und wieso zwei Bier so einen heftigen Kater auslösen können. Mithilfe von einigen Freunden konnte der Abend – zumindest in Auszügen – rekonstruiert werden.

Von der ganzen Feierei musste sich dann erst ma erholt werden und schleppten wir uns am Sonntag zum See, lagen uns auf den Steg und dösten in der Sonne. Es war das Beste, was an diesem Wochenende gab – Freunde, Sonne, See, Zeit, Essen, Trinken, Spaß, Ruhe. Fantastisch.

Wer viel feiert, darf auch entspannen - so war die Bauernweisheit doch, nicht oder?

Wer viel feiert, darf auch entspannen - so war die Bauernweisheit doch, nicht oder?

Party-Hopper entspannen...

Party-Hopper entspannen...

weitere Party-Hopper beim Entspannen

weitere Party-Hopper beim Entspannen

und nur weil wir schon bei 21°C in der Sonne liegen, heißt es nicht, dass der nicht noch immer zugefroren sein kann: mein Schuh steht auf noch immer 10cm Eis

und nur weil wir schon bei 21°C in der Sonne liegen, heißt es nicht, dass der nicht noch immer zugefroren sein kann: mein Schuh steht auf noch immer 10cm Eis

Leckerstes Essen gab es auch am Montag – Bastian, Lindas Freund aus Dortmund, war zu Besuch und sorgte mit den anderen für ein vorzügliches Mahl. Und weil das Wetter noch so grandios war, packten wir einfach zwei Tische vor die Tür und aßen draußen. Perfekt – das ganze Wochenende.

Oster-Essen am Montag - draußen in der Sonne bei heiligen 20°C in Finnland

Oster-Essen am Montag - draußen in der Sonne bei heiligen 20°C in Finnland

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | 1 Kommentar

LCDMF – ist nichts chemikalisches!!! Sondern tolle Musik!

Sie waren hier! In Jyväskylä!!! Emma und Mia – die zusammen das Duo „Le Corpe Minced de Francoise“ (LCMDF) bilden und wundervolle Musik zum Zappeln machen – gaben ihr Konzert in Jyväskylä und Linda, Bastian und ich waren dort. Es war toll!

Aufmerksam bin ich auf die Mädelz durch den Song „Gandhi“ geworden. Ein Freund aus Düsseldorf schickte mir mal vor einiger Zeit einen Link dazu und ich suchte nach mehr Musi von denen und wurde fündig. Als ich las, dass sie nach Jyväskylä kommen wollen, musste ich unbedingt hin. Dass sie hier waren, is wenig verwunderlich, schließlich sind die englisch singenden Mädelz nich aus Frankreich (wie der Name vermuten lässt) oder aus Großbritannien (wie der Gesang vermuten lässt), sondern aus Finnland. In der Zwischenzeit lebt Emma in Berlin und Helsinki, ihre Schwester Mia blieb meines Wissens nach in Helsinki stecken.

Gig von LCMDF in Jyväskylä

Gig von LCMDF in Jyväskylä

geiles Konzert: LCMDF

geiles Konzert: LCMDF

Sie haben bereits ein Album heraus gebracht (Love and Natur) und sind zzt erfolgreich auf Tour. Freilich füllen sie noch keine Stadien, aber genau deswegen ist die Tour um so interessanter – weil man sie noch anfassen darf. So zum Beispiel auch nach dem Konzert in Jyväskylä, als die Mädelz sich selbst hinter die Tische stellten und ihre CD und Shirts verkauften.

Emma und Mia verkaufen CDs und Shirts nach dem Konzert

Emma und Mia verkaufen CDs und Shirts nach dem Konzert

Achja, nach dem Konzert ist mein neuer Lielingssong von denen im übrigen „Beach Life„.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Tallinn – Big Brother is watching you

Tallinn in Estland ist ja ne Stadt, die mir unglaublich gefällt. Ich hätte da gern mein Auslandssemester verbracht. Doch eines stört mich an der Stadt – die Überwachung. Gerade in der Altstadt – UNESCO-Weltkulturerbe hin oder her – ist die Überwachung per Videokamera bis ans äußerste geführt wurden. Auf einer Ecke von nur wenigen Quadratmetern entdeckte ich fünf Kameras. In den anliegenden Straßen befanden sich weitere acht Kameras. Irgendwann hatte ich zu viel davon und musste die Kameras mal fotografieren, wie mich auf wenigen Metern in der Oberstadt beobachtet haben.

Kamera #01

Kamera #01

Kamera #02

Kamera #02

Kamera #03

Kamera #03

Kamera #04

Kamera #04

mal der kleine Platz, der mit diesen vier Kameras überwacht wurde

mal der kleine Platz, der mit diesen vier Kameras überwacht wurde

Kamera #05 und #06

Kamera #05 und #06

Kamera #07

Kamera #07

auch die Modelle, die man um 360° drehen kann, waren aufzufinden

auch die Modelle, die man um 360° drehen kann, waren aufzufinden

sogar die Klingeln wurden mit Kamera überwacht

sogar die Klingeln wurden mit Kamera überwacht

Alle Kameras zusammen gezählt waren es auf knapp 50 Metern 17 Kameras! Liebes Tallinn, vielleicht ist das etwas zu viel des guten…

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Tallinn – ein Traum an der Ostsee

Natürlich steht ein Besuch in Tallinn an, wenn man sich in Helsinki aufhält. Die Superferries (Schnell-Fähren) bringen einen binnen zwei Stunden von der finnischen in die estländische Hauptstadt. Wer es gemütlicher mag, kann die 80km Seeweg auch in dreieinhalb Stunden zurück legen – oder wahlweise mit einem Kanu noch länger. Wie es das Wetter eben zulässt. Basti und ich haben uns für die schnelle Variante entschieden. Am Sonntag haben wir um zehn Uhr morgens die erste Fähre hin und abends um neun Uhr die letzte Fähre zurück – also genug Zeit, um sich Tallinn fürs erste anzuschauen.

welche grandiose Geschichte hinter diesem Artefakt steckt, blieb mir leider noch verborgen

welche grandiose Geschichte hinter diesem Artefakt steckt, blieb mir leider noch verborgen

Die Hinfahrt verbrachten Basti und ich damit, den Kater der letzten Nacht auszukurieren. Das ging für mich am besten am Ende des Schiffes – dort konnte man sich auf Terrassen setzen, die Seeluft um den Kopf wedeln lassen und der Kater verschwand recht schnell. Mittags kamen wir in Tallinn an und ich wurde bereits am Hafen neidisch auf die Alkohol-Preis-Angebote. Vodka für 10 Euro, Martini ebenfalls, Veuve Cliquot für 36 Euro – ich war blaß vor Neid. Mit der ersten estländischen Luft in der Nase stiefelten wir schon durch das erste Highlight von Tallinn – einem kleinen Park, der vor Geschichte nur so strotzt. Wie sonst sollte man es sich erklären, dass dort Autoreifen, Hinkelsteine oder Holzdolche herumliegen. Wir vermuten, dass es etwas mit FIAT, Asterix und Dracula zu tun haben muss. Leider informierte ich mich vorher nicht ausreichend genug, um die Zusammenhänge der Geschichte Estlands zu erschließen, aber Basti stellte einige wichtige Szenen nach.

estländische Geschichte zum Anfassen

estländische Geschichte zum Anfassen

Im Jahr 2011 ist Tallinn (Estland) ja zusammen mit Turku (Finnland) europäische Kulturhauptstadt. Um so schöner war es, da zu sein. Auch ohne dieses komischen Titel wäre Tallinn für mich auf jeden Fall Kulturhauptstadt: sowohl von Aufbau, Struktur, Gebäude, Aussehen, Leute und Gefühl her. Nachdem durch den historischen Park, welcher dem Hafen vorgelagert ist, geschritten sind, kamen wir auf den historischen Markt von Tallinn. Dort wurden von russischen Verkaufsexperten Sonnenbrillen von Gacci, Taschen von Louisa Witton und Handtücher von Niko angeboten. Ich musste mich schwer zurückhalten, um nicht in einen Kaufrausch zu verfallen.

über die erste Treppe gelangt man auf die erste Ebene der Linnahall, zwischen den beiden nächsten Treppen befindet sich der Eingang zum Konzertsaal

über die erste Treppe gelangt man auf die erste Ebene der Linnahall, zwischen den beiden nächsten Treppen befindet sich der Eingang zum Konzertsaal

Wir bogen nach rechts zum nächsten historischen und architektonischen Highlight ab: Der Linnahall Tallinn. Als Konzert- und Veranstaltungshalle für mehr als 10.000 Besucher geplant, liegt die Halle heute brach und verkommt. Sie wurde anlässlich der Olympischen Spiele 1980 in Moskau erbaut. Moskau hatte keine Möglichkeit, die Segelwettkämpfe auszurichten und als kleine Schwester bot die estländische Hauptstadt Tallinn ihre Hilfe an. Mit ihrer Lage direkt an der Ostsee war sie perfekt. Nur die nötige Infrastruktur fehlte.

versperrter Eingang zum Konzertsaal der Linnahall

versperrter Eingang zum Konzertsaal der Linnahall

Es ist anzunehmen, dass die damalige Sowjetunion nicht geizte, um die Linnahall zu finanzieren. Allein von außen kann man sehen, wie protzig es geplant und ausgeführt wurde. Von Landseite gibt es einen riesigen Platz vor der Linnahall. Zwei breite Treppen führen parallel auf die erste Etage mit Platz und Laternenreihe der Halle. Über zwei weitere Treppen gelangt man auf die Ebene. Nun steht man auf dem Dach der Halle und hat einen wunderbaren Blick auf Tallinn und die Ostsee sowie den Hafen. Auf der anderen Seite führen Treppen hinunter zur Anlegestelle, die direkt mit der Linnahall verbunden ist. Hier legten bis vor einigen Jahren noch die Fährkatamarane an, heute nur noch vereinzelt Yachten oder kleine Schiffe. Es gibt direkt an der Anlegestelle einen Hubschrauberlandeplatz. Bis Ende der 1990er Jahre gab es nämlich eine Linienverbindung per Hubschrauber zwischen Tallinn und Helsinki. Aus finanziellen Gründen wurde diese jedoch wieder eingestellt. Zwischen dem Hubschrauberlandeplatz und dem restlichen Gebäude ist ein Schwimmbecken zu sehen, was früher scheinbar als Swimmingpool benutzt wurde. Auf anderen Bildern, die man im Internet findet, ist zu sehen, dass dort auch eine Springbrunnenanlage installiert sein muss. Ich zweifel schwer an, dass sie jetzt noch in Betrieb ist. Auch das Untergeschoss der Linnahall ist sehenswert – wenn auch aus anderen Gründen denn Prunk und Protz. Das Bild spricht wohl für sich.

Unterbau der Linnahall in Tallinn, Estland

Unterbau der Linnahall in Tallinn, Estland

Im Internet habe ich gelesen, dass es seit etwa vier Jahren Anstrengungen gibt, die Linnahall zu renovieren und widerzueröffnen. Eigentümer der Stadt ist eine GmbH der Stadt Tallinn. Der Rat der Stadt entschied sich 2009 für eine Renovierung, hatte jedoch nicht genügend Geld. Außerdem stand in dem gefundenen Zeitungsartikel, dass die US-Regierung 2,4 Mio. Euro zur Renovierung beisteuern sollte – jedoch wusste ich nicht warum. Bis jetzt ist aus dem Umbau nichts geworden und der monumentale Komplex an Baugeschichte rottet weiter vor sich hin. Wirklich schade.

Tallinner Kulturmeile in spe

Tallinner Kulturmeile in spe

Von der Linnahall aus begaben Basti und ich uns auf die werdende Kulturmeile Tallinns. Sie befindet sich gerade noch im Bau, aber wenn sie fertig ist, schein sie toll zu sein. Bereits jetzt halte ich sie für ein kulturelles Highlight – vor allem wegen der StreetArt und freien Kunst, die man auf ihre bereits jetzt – im Bauzustand – finden kann. Es gibt dort unglaubliche viele Wände, die besprüht sind – aber nicht hässlich. Im Gegenteil, alle kleinen Kunstwerke sehen aus wie in einer Galerie aufgehangen, ohne das es dafür ein Konzept gab. Wunderbar. An einem Gebäude, dass sich neben einer scheinbar still gelegten Zeche befand, entdeckten wir sogar einen Banksy – schwarz/weiß auf gelben Grund. Hoffentlich könnt ihr ihn auf dem Bild erkennen.

fast unscheinbar, und trotzdem endeckt: der Banksy in Tallinn

fast unscheinbar, und trotzdem endeckt: der Banksy in Tallinn

Grabplatten für Stücke vorm alten Theater in Tallinn

Grabplatten für Stücke vorm alten Theater in Tallinn

Von der Kulturmeile bogen wir ab in die Altstadt Tallinns. Sie ist zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden, weil die wunderschöne Altstadt so gut wie kaum eine andere erhalten ist. Wir schlenderten durch die kleinen Gassen und Straßen, über Pflaster und an alten Häusern aus dem Mittelalter vorbei und man fühlte sich um mehrere Jahrhunderte zurückversetzt. Uns kam zu gute, dass es Sonntag war, wundervolles Wetter und Sonnenschein – und nicht sehr viele Leute hier unterwegs waren. Vor einem alten Theater entdeckten wir etwas kurioses, von dem ich berichten will. Dort lagen auf dem Bürgersteig vorm Theater Grabplatten. Unter den Platten waren die Bücher für Theaterstücke. Auf den Platten war geschrieben, wie lange und oft ein Stück hier in diesem Theater aufgeführt wurde. Eine tolle Idee.

Vom ruhigen Teil der Altstadt bogen wir auf den belebten Rathausplatz ab. Dort ist das Touristenzentrum der Stadt mit Restaurants, Souvenirgeschäften und so weiter. Hier tummelten sich die meisten Leute, schossen Bilder von den alten Gebäuden oder saßen im freien vor den Cafés und ließen sich die Sonne auf Bier und Braten scheinen. Auch Basti und ich setzten uns später in die Masse, weil wir Hunger hatten.

Später gingen wir dann noch in die Oberstadt, die sich rund um die Reste der Burg erhalten hatte. Dort waren hauptsächlich Gebäude und (kleinere) Paläste, die heute von der Regierung genutzt werden. Auch einige Botschaften wie zum Beispiel der Niederlande oder Irland befinden sich hier. Geht man durch einen kleinen Torbogen, so gelangt man an eine Stelle auf dem Berg, von der man einen wunderbaren Blick über die Stadt hat. Ich lasse hier einfach mal ein paar Bilder sprechen, statt alles nur zu beschreiben:

Blick auf Tallinn

Blick auf TallinnPalast in der Oberstadt von Tallinn

Burg-Rest in Tallinn

Burg-Rest in Tallinn

Treppe zur Burg

Treppe zur Burg

kleine Gasse in der verträumten Altstadt von Tallinn

kleine Gasse in der verträumten Altstadt von Tallinn

Im neuen Teil der Stadt gingen Basti und ich dann noch Essen, bevor wir mit der Fähre zurück nach Helsinki gefahren sind. Der neuere Stadtteil von Tallinn-Mitte zeigt, dass die Stadt hipp und modern ist – genau wie ich es mag.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Wunderbar einfach einkaufen – mit Magnetismus

In Helsinki gibt es viele Möglichkeiten um wunderbar einkaufen zu gehen: vom Designladen über den kleinen Feinkostladen bishin zu Stockmann bekommt man alles, was das Herz begehrt und die Geldbörse hergibt. Doch von einem Laden – oder besser: von einem Einkaufssystem – will ich euch berichten. Es hat mit H&M zu tun.

kleine Metallschilder neben den Angeboten

kleine Metallschilder neben den Angeboten

Auf der Hauptstraße in Helsinki gibt es mehrere H&Ms, einer davon ist ein Versuchs-Laden für Interieur (Handtücher, Tischdecken, Deko und so weiter). Dieser Laden ist toll, weil jedes Stück nur einmal im Laden zu finden ist. Dafür aber in jeder Farbe und Ausführung. Neben den einzelnen Stücken, die zum Kauf angeboten werden, gibt es kleine Magnettäfelchen, die man sich nehmen kann. Zunächst wunderte ich mich, was es soll, doch wer aufmerksam ist, findet am Anfang und

der bequeme Einkaufswagen

der bequeme Einkaufswagen

Ende des Ladens wichtige Tafeln. Es gibt zum einen die großen Tafeln, auf denen ein Einkaufswagen aufgezeichnet ist. Sie haben die Form eines Wimpels und liegen gut in der Hand. Betritt man den Laden, nimmt man sich einen dieser Einkaufswagenzettel (sie bestehen aus einem leichten Metall und sind beschichtet und bemalt) und schlendert durch den Laden. Entdeckt man etwas, das einem gefällt, so nimmt man sich nicht das Handtuch, Kissen was auch immer, sondern man nimmt sich das kleine Metallschild daneben und heftet es auf seinen Einkaufswagenzettel. So kann man durch den ganzen Laden stöbern, muss sich nicht unnötig beladen und kann ganz bequem alles in einer Hand halten, was man kaufen will.

Übersicht mit dem gesamten Angebot

Übersicht mit dem gesamten Angebot

Am Anfang und Ende des Ladens gibt es noch mal riesige Übersichtswände, an denen man alles übersichtlich aufgereiht finden kann. Dort kann man sich noch mal umentscheiden, Kombinationen überblicken oder einfach noch mal das gesamte Sortiment in Augenschein nehmen. Hat man seine Auswahl getroffen, begibt man sich zur Kasse, reicht dieses Einkaufswagenzettelchen mit der Auswahl der Kassiererin und sie verschwindet im Lager, holt alles zusammen, verpackt es und man zahlt. Es ist eine wunderbare Art einzukaufen und ich hoffe dieses Modell macht Schule und viele Läden werden es annehmen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Es gibt eine schwule Szene in Finnland – und zwar in Helsinki

Eigentlich wollte ich es ja schon fast anzweifeln, dass es unter den rund fünf Millionen Finnen ein paar Schwule gibt – doch das Wochenende in Helsinki hat mich überzeugt, dass dem nicht so ist. Ok, freilich gibt es auch in der Pampa rund um Jyväskylä und dem Rest von Finnland Schwule – aber die sind da etwas… hm… eigenbrödlerisch. Nun bin ich sicherlich nich die Szene-Schwuppe aus dem Lehrbuch, aber ein paar Clubs, Bars und Cafes schaden keiner Stadt. Und wie schon mal an anderer Stelle beschrieben, zeugt es nicht von fnktionierender Integration, wenn es gar keine Szene gibt.

schwule Symbolik (by: flickr/-Marlith-

schwule Symbolik (by: flickr/-Marlith-

Läuft man durch die Innenstadt fallen Schwule nicht wirklich auf. Die, die man auf der Straße erkennt sind meist Touristen. Dafür, dass man die schwulen Finnen selten erkennt, habe ich zwei – na vielleicht auch drei – Theorien aufgestellt. Die erste: ich bin blind und erkenne sie nicht – das können wir getrost ausschließen, dafür brauche ich nicht mal Gründe zu liefern. Die zweite Theorie: trotz der recht liberalen Einstellung, die Finnland bis jetzt in den Fragen der Gleichstellung aller Menschen stellt, scheinen sie schüchtern und zurückhaltend zu sein. Auch das kann ich mir nicht wirklich vorstellen, weil Finnen an sich exzentrische Leute sind – ganz klar. Die dritte Theorie: da in den skandinavischen Ländern in allen Bereichen des Lebens Funktionalismus und Simplizisimus herrscht, wird dieses Gebot auch in diesem Fall angewendet.

Nun kann man von allen drei Theorien halten, was man will oder es treffen sogar alle drei zu, aber eins weiß ich: man sieht viele schöne Menschen in Helsinki und es wird nicht anders als in anderen (Groß-)Städten und Ländern sein: hier gibts Schwule, manche erkennt man (zB die Tunte im schwarzen Negligé mit gelben BH und Stoppelbart im Stockmann) und andere nicht (zB die zwei Honeys die unschuldig auf der grünen Parkbank saßen).

Wer ganz sicher Schwule und Lesben sehen will, braucht sich nur ins Lost&Found, ins dtm (don’t tell your mother), ins Hercules oder einer anderen Bar und Kneipe für Schwule begegeben. Auch Basti und ich hatten das am Samstagabend vor – nach dem leckeren Essen im russischen Restaurant Troikka. Wir wollten eigentlich gleich ins dtm, was eine der größten Clubs für Homos in der Stadt ist. Doch die wollten acht Euro Eintritt haben und das wollten wir noch nicht bezahlen. Also gingen wir gegenüber in eine Bar, eine Rockerkneipe, für ein Bierchen. Es war toll, gar nicht so anders, zwischen den haarigen Wesen zu sitzen, die ihre Bärte und Haare in einander verflechten und Perlen und Kugeln einflechten können. Nach zwei Bieren gingen wir eine Station weiter, um die Ecke lag das Lost&Found, was eine Mischung aus Bar und Club ist.

(by: flickr/see-ming lee)

(by: flickr/see-ming lee)

Bereits die Auslagen im Schaufenster machen Lust auf den Klub: es liegen alte Handys wie das Siemens S6 oder alte Uhren drin. Eintritt muss man keinen Zahlen, die Biere und Getränke haben humane Preise (sogar für Finnland). Im Erdgeschoss ist genügend Platz zum sitzen, es ist nicht zu dunkel, man erkennt also noch alle Gestalten. Wobei die Gestalten gar nicht mal übel sind – im Gegenteil: es sollte mehr Licht sein, um sie genauer zu betrachten. Doch vielleicht ist gerade das blau-grüne Licht ein Schmeichler für Interesse. Dann gibt es zwei Wege, die nach unten führen in den Kellerbereich. Neben einer weiteren Bar gibt es dort eine kleine Tanzfläche und mehrere Gänge und einige kleine „Logen“, in denen man ausruhen vom Tanzen kann. Die Tanzfläche ist grandios: sie ist vielleicht gerade mal höchstens 20qm groß, es quetschen sich hunderte Leute drauf, es wird Bier und anderes verschüttet, man schwitzt und wird angerempelt – und keinen stört es. So liebe ich die Finnen! Ebenfalls witzig: es gibt keinen DJ!!! Die Musik wird von den Barkeepern aufgelegt – von CD. Grandios funktional!

Basti und ich wollten uns gegen drei vom Rest der Feiergemeinde (Lob an Karin, Eva und Lieuwe – ihr habt super durchgehalten) trennen und noch in einen anderen Club namens „Hercules“ gehen. Er war nicht weit entfernt – er hätte ruhig noch zwei drei Blocks weiter weg sein können, weil es mir unheimlich Spaß machte durch eine nächtliche Stadt mit vollen Straßen zu laufen – voll mit jungen, lachenden, betrunkenen Menschen!!! Am Hercules angekommen wollten wir mit Vorfreude aufs Tanzen in den Club, doch der Türsteher ließ uns die letzten zwei Stufen der Treppe gar nicht nehmen. Er bremste uns schon vorher aus: „no entry more“. Wir schauten ihn mit drei Fragezeichen im Gesicht an, Basti fragte nach, was los ist. Der Türsteher sagte trocken, aber bestimmt: kein Zutritt mehr, wir schließen. Während er die bösen Worte aussprach kamen zwei Jungs mit Jacken unterm Arm raus und wir konnten einen Blick auf die Garderobe im Inneren werfen, wie weitere Herrschaften ihre Mäntel und Jacken in Empfang nahmen und gehen wollten. Basti versuchte mit allem Charme den Türsteher zu überreden, doch es war nichts zu machen. Das gibt einen dicken Minuspunkt für die Szene in Helsinki: frühes Partyende. Was solls. Immerhin gibt es Party.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen