Die letzten paar Tage in Suomi

Ja – so fühlt es sich also an, die letzten paar Tage in Finnland zu verbringen. So schnell sind fünf Monate rum. Obwohl ich es weder „schnell“ noch „langsam“ nennen würde. Es waren halt fünf Monate. Was ich erlebt habt, hab ich euch meistens hier im Blog wissen lassen. Nur die vergangenen zehn Tage war ich schreibfaul – das lag zum einen an meinem fehlenden Pflichtbewusstsein und zum anderen an der Zeit. Denn ich ließ es hier zu, Zeit mit Freunden zu genießen statt Blog zu schreiben. Ich nehme an, dass ihr Verständnis dafür habt – denn viele dieser wunderbaren, grandiosen und hinreißenden Menschen, die ich hier kennen und lieben gelernt habe, werde ich wohl bald nicht mehr jeden Tag sehen können.

Doch bevor ich hier in Melancholie verfalle, will ich euch lieber ein paar Anekdoten aus den vergangenen Tagen erzählen und einige Bilder dazu präsentieren. Welche Emotionen und Gefühle da immer mit bei waren, kann ich euch gar nicht beschreiben. Aber wenn ihr die kurzen Momente kennt, wie zum Beispiel, wenn man mit dem Rad durch Regen fahren musste, durch gefroren daheim ankommt und den ersten Moment warmes Wasser unter der Dusche fühlt oder wenn man in einem abgekühlten Schlafzimmer ins Bett steigt und die Wärme der Decke oder des Partners einen erreicht und durch die Adern rauscht – diesen Moment der Wärme habe ich hier ganz oft gespürt – nur nicht unter der Dusche oder im Bett…

Karin und ich rennen ins eiskalte Wasser eines finnischen (nicht zugefrorenen) Sees

Karin und ich rennen ins eiskalte Wasser eines finnischen (nicht zugefrorenen) Sees

Letzte Woche waren wir zum Beispiel das erste Mal in einem nicht zugefrorenem finnischen See baden. Es war wunderbares Wetter – Sonne pur, kein Wölkchen am Himmel und angenehme 25 oder 26 Grad Celsius. Also zogen wir an den Strand und genossen das Leben – wundervoll! Freilich hielt es uns nicht lange nur auf den Decken, sondern wir wollten baden gehen – meine liebe Nachbarin Karin und ich waren die ersten Mutigen, die sich ins eiskalte Wasser trauten. Weil wir Feiglinge waren, rannten wir hinein – alle Körperregionen waren sofort munter! Beim zweiten Mal kamen dann noch einige hartgesottene Kumpane mit – ein tolles Erlebnis!

Dann waren wir für einen Shopping-Ausflug wieder mal in Tampere. Dort habe ich Straßenkreide entdeckt – freilich musste die gekauft werden und für 3,90 Euro fiel das auch nicht schwer. Zurück in Jyväskylä veranstalteten wir einen Grillabend und nach dem wir das Fleisch und den Salat genossen hatten – und das ein oder andere Bier – wurden wir kreativ und verschönerten den Platz zwischen den beiden Studentenhäusern in Myllyjärvi. Ohne uns zu sehr selbst loben zu wollen – aber wir sind schon knorke!

auf dem Bild ist eine Amerikanerin zu erkennen, die Ketchup lieben muss

auf dem Bild ist eine Amerikanerin zu erkennen, die Ketchup lieben muss

eine Ungarin, die vom Strand auf einer Insel träumt

eine Ungarin, die vom Strand auf einer Insel träumt

eine Hommage an Lappland

eine Hommage an Lappland

wer das sein könnte, erratet ihr bitte selbst

wer das sein könnte, erratet ihr bitte selbst

Nach dem Malkurs wollten wir noch etwas für unsere Figur tun – also ab ins Fitnessstudio – aber open air.

Karin auf dem Schwebebalken

Karin auf dem Schwebebalken

Sofie trainiert ihre Bauchmuskeln - und Linda schaut zu

Sofie trainiert ihre Bauchmuskeln - und Linda schaut zu

Außerdem haben wir probiert, wie Lisa am besten eine Brille trägt – die Abstimmung läuft noch!

erster Versuch

erster Versuch

zweiter Versuch

zweiter Versuch

dritter Versuch

dritter Versuch

vierter Versuch

vierter Versuch

Ganz ehrlich: mein Favorit ist Nummer vier!!!

Achja, manchmal kann man dann nachts auch nicht schlafen oder kommt gerade erst von der Party heim und dann hat man mal Zeit, ein Bild davon zu machen, wie es nacht kurz vor zwei Uhr hier ausschaut:

Jyväskylä - zwei Uhr nachts

Jyväskylä - zwei Uhr nachts

An einem anderen Tag sind wir dann – wieder mal weil wir draußen gegrillt haben – mit großem Interesse auf das Dach unserer Gebäude gestiegen. Und zwar über die Feuerleiter. Und falls ich es noch nicht erwähnte habe: die Gebäude haben fünf Etagen!

auf dem Weg nach ganz oben!

auf dem Weg nach ganz oben!

Von oben hat man dann einen wunderbaren Ausblick über – äh… WALD!

Ausblick vom Dach unseres Hauses

Ausblick vom Dach unseres Hauses

Aber keine Angst – runter sind wir nicht über die Feuerleiter gestiefelt, sondern wir sind über die Dachsauna ins Gebäude gekommen und haben den Fahrstuhl genommen.

Auch das besondere Licht in Finnland haben wir genossen. Und wir wussten natürlich auch, es gekonnt in Szene zu setzen. (neben bei erwähnt: das Bild wurde etwa neun Uhr abends aufgenommen und die Bahnstrecke war um die Uhrzeit nicht mehr in Betrieb)

in der Sonne liegen - mal etwas anders

in der Sonne liegen - mal etwas anders

Ja, so was machen wir hier, wenn wir Zeit haben. Das tollste an der ganzen Sache überhaupt ist aber etwas, was ich nicht auf Bildern festhalten kann: das Gefühl, Freunde zu haben, die man liebt und die einen lieben.

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