Sushi – selbstgemacht – lecker

Gestern war ein herrlicher Abend als Abschluss der Woche. Mariya und Plamena, zwei super-süße Mädels aus Sofia, Bulgarien, luden zum Sushi machen und essen ein. Wir lernten uns bereits am Anfang des Jahres bei einem Info-Tag der Studenten-Union kennen, richtig „zusammen“ gekommen sind wir aber erst in Russland, als ich mit den beiden wunderschöne entspannte Tage verbracht habe. Weils immer so relaxed ist, wollten wir am Sonntagabend die Woche ausklingen lassen. Anais und ich fuhren mit dem Rad von Myllyjärvi nach Kortepohja – einmal quer durch die Stadt. Eigentlich hätten wir lieber mit ner Fähre oder nem Schiff fahren sollen, weil hier die große Schneeschmelze eingesetzt hat und man durch Seen fährt. Als wir ankamen und von der Odyssee berichtet, fragte man uns, ob wir nicht vielleicht wirklich durch nen See gefahren sind – ich war mir nicht mehr sicher, denn bei solch Wetter ist die Straße nicht so leicht von nem See zu unterscheiden. Ich werde Beweisbilder nachliefern.

Sushi selbst gemacht - mit der besten Lehrerin: Mariya

Sushi selbst gemacht - mit der besten Lehrerin: Mariya

Mariya und Plamena hatten bereits Gurke, Möhre, Avocado, Fisch und Reis vorbereitet und als wir ankamen – freilich gabs erst mal den Begrüßungstrunk – konnten wir mit Sushi machen anfangen. Jeder wollte es mal probieren und so schwer ist das auch gar nicht. Man braucht nur genügend Wasser und Geduld – oder eine gute Lehrerin, so wie Mariya eine ist. Dafür, dass wir alle das erste Mal Sushi gemacht haben, war das Ergebnis gar nicht mal so schlecht. Es sah essbar aus und war sogar lecker, wie wir wenig später feststellten. Doch bei so viel Essen machen bekommt man freilich Appetit und Hunger.

Das Ergebnis: selbst gemachtes Sushi.

Das Ergebnis: selbst gemachtes Sushi.

Mit dem Ergebnis waren wir alle sehr zufrieden: die riesige Platte sah so einladend aus, die Soßen waren lecker und der Wein passte wunderbar dazu. Irgendwie passte alles in diesem Moment – und eigentlich den ganzen Abend. Wir lachten ne Menge – teilweise wussten wir nach paar Minuten auch gar nicht mehr warum, aber es störte keinen. Nach der anstrengenden letzten Woche war dieser Abend genau das, was mir fehlte – vielleicht sogar nicht nur mir, sondern auch den anderen, denn jeder machte diesen entspannten Eindruck. Na gut, vielleicht waren manche auch einfach noch fertig vom Kater der letzten Nacht. Wer weiß…

 

Nach dem Essen tranken und quatschen und lachten und amüsierten wir uns noch. Die Platte war leer, weil es so lecker und jeder dafür sehr voll war. Doch ich wöllte es nicht missen. Wir entschlossen uns dann noch einen bulgarischen Film aus dem Jahr 2007 zu sehen. Er heißt „Eastern Play“, ist eigentlich eine Abschlussarbeit von einem Filmwissenschafts-Studenten und sehr gut gemacht. Es geht um die sozialen Probleme in Bulgarien: Rassismus (eine türkische Familie wird nachts auf der Straße zusammen geschlagen), Klischees (der türkische Vater hält alle Bulgaren danach für Rassisten), Familiengeschichten (der ältere Bruder versucht seinen jüngeren aus der Skinhead-Szene rauszuhalten), Armut (darf die Stiefmutter mit in der Wohnung sein, wenn sie kaum Geld beisteuert?) und freilich Liebe (sollte man für sie alles tun?). Der Film war sehr gut, gerade weil er nicht das typische ist, was man sonst im Kino sieht. Ich muss mir den auf jeden Fall noch mal anschauen, weil er bestimmt so einer ist, wo man alles erst mitbekommt, wenn man ihn öfters schaut.

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