Ein Rad wird auf Reisen gehen…

Annabelle – das ist der Name meines Fahrrads, was ich hier für 70 Öcken erstanden habe. Der Kauf war etwas bizarr, was nicht an den finnischen Verhandlungsstrategien lag als viel mehr an Roland, einem sagem wir interessanten Kauz für Studenten: jedes Semester verkauft er unzählige Reder, manche kauft er am Ende des Semesters, wenn die internationalen Studenten Finnland verlassen, wieder zurück – allerdings nur für maximal die Hälfte des Preises (will ja schließlich Gewinn machen). Böse Zungen sagen ihm nach, dass er sich von einigen Bikes den zweiten Schlüssel für das Schloss behalten würde und manche Räder dann eines Tages oder Nachts ähm „in Reperatur“ genommen würden. Aber das sind freilich nur Gerüchte.

meine treue Annabelle

meine treue Annabelle

Jedenfalls zurück zu Annabelle – ich hab sie sehr lieb gewonnen, weil sie zuverlässig ist, mir ein unheimblich bequemes Gefühl des Fahrens vermittelt und einfach grandios ist. Nun habe ich mich entschlossen, Annabelle mit nach Deutschland zu nehmen. Da ich aber auf der Rückreise schon vollgepackt sein werde (40kg-Koffer, 20kg-Rucksack, Täschle, Vodka-Versorgungsflaschen, Rentiere im Schlepptau und so weiter) wollte ich Annabelle diesen Stress nicht antun und sie lieber bequem nach Deutschland schicken. Doch das ist gar nicht so einfach, wie ich dachte. Als möglichen Dienstleister für den Versand dachte ich natürlich sofort an das deutsche Vorzeige-Unternehmen DHL, also schrieb ich sie um Auskunft bitten an. Doch der internationale Globalplayer, der sich mit den besten Leistungen rühmt, versendet nur Pakete ins Ausland, holt aber keine ab – erst recht keine Fahrräder. Also weiter, als nächstes schrieb ich Hermes Versand Europe und vier weitere Versandunternehmen an. Alle antworteten mir innerhalb weniger Tage, doch keiner wollte den Transport übernehmen. Schade.

Also wandte ich mich an reine Transport(-Logistik-)unternehmen. FedEx und UPS oder auch die DPD schienen mir als die erfolgsversprechendsten. Auf den Internetseiten stand zwar viel zum internationalen Versand oder zum Fahrradversand, aber nicht zum internationalen Fahrradversand. Oy, also schrieb ich denen allen eine Mail. UPS und DPD antworteten mir bereits – und zwar positiv: jippie! Jedoch hielten sie sich mit der Preisauskunft zurück: „das kommt auf die Maße und weitere Serviceleistungen ab“. Ich übersetzte das mal ins verständliche Deutsch: „das kostet dich n Kleinwagen!“ Nach der ersten Sichtung der Kosten für den Reisetransport (also wenn Annabelle mit mir in Zug und auf Fähre reist) sind diese Kosten genauso hoch wie für den Versand – vielleicht fünf oder sechs Euro Unterschied.

Nun ja, der große Vorteil, den ich sehe: der Versand geschieht von Haustür zu Haustür und ist sehr entspannt für mich. Der Nachteil: ich brauche n Fahrradkarton zum Versand. Eine Fahrradtasche werde ich mir nicht kaufen, weil die erst ab 280 Euro aufwärts zu haben ist. Doof. Also muss ein Radkarton her. Hat jmd eine Ahnung, wo man das her bekommt? Ich las im Internet, dass man beim örtlichen Radhändler nach Kartons fragen soll, das hab ich noch nicht gemacht (werde es aber die Tage auf meine to-do-Liste setzen) – gebe jedoch zu bedenken: ich bin in Jyväskylä. Das erklärt nicht alles, entschuldigt aber vieles.

Ratschläge sind gern willkommen – falls jemand schon mal solche Erfahrungen gesammelt hat. Danke im Voraus.

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