M-Building Parties – like angels and devils

In Jyväskylä gibt es bestimmt mehr als sieben Studentendörfer, die größten sind wohl Kortepoja, Myllyjärvi, Ristonmaa und Roninmäkki. Ob man im richtigen Studentendorf wohnt, kann man anhand der Einrichtung, der Lage, der Mitbewohner oder der Umgebung festmachen. Je nach Geschmack gibt es die Einrichtung im Stil der 1970er Jahre (orangefarbene Küche, grünes Bad), das Wohngefühl von Streichholzschachteln (Grüße nach Kortepohja) oder die Lage in der Prärie (Myllyjärvi – willkommen im Grünen). Ob ich im richtigen Studentendorf wohne, würde ich am Angebot der Parties festmachen – und demnach leb ich hier genau richtig – und zwar in Myllyjärvi. Die Mitbewohner sind sehr angenehm, die Nachbarn noch lieber, in die Stadt braucht man sich einfach nur auf den Drahtesel hocken und bergab rollen lassen und in Roninmäkki und Ristonmaa gibts die Parties – und in Myllyjärvi das Barbeque danach.

Eine der legendären Studentenparties, von denen man schon etwas hört, bevor man überhaupt nach Jyväskylä kommt, sind die M-Building-Parties – benannt nach der Lokalität. Die finden meist einmal im Monat statt, es kommt die gesamte Meute zusammen, man feiert auf fünf Etagen und in diversen Wohnungen – und freilich gibts ne Menge zu trinken und zu quatschen. Jede Party steht immer unter einem Motto – eine der ersten war „Black and White“ – jeder neue Student in Jyväskylä musste sich total in weiß kleiden, jeder, der schon länger war, hatte schwarz zu tragen.

God (me) and his angel

God (me) and his angel

Die Party letzten Freitag stand unter dem Motto „Angels and devils“ – das Hinterfragen des Mottos lassen wir mal sein. Linda und ich sind schon genervt von den Parties, auf denen Mann und Frau sich einem Motto fügen müssen – das liegt einzig daran, weil jede Party hier unter ein Motto gestellt wird – sogar der Stammtisch. Man kann nirgendwo einfach hingehen, ohne sich verkleiden zu sollen. (Aber dazu in einem anderen Beitrag mehr.) Linda und ich entschlossen uns am Freitagmittag nach Kostümen Ausschau zu halten. Sie entschied sich für ein Zwitter-Kostüm (Mischung aus Engel und Teufel), Basti war das nicht genug, er wollte mehr – er wurde Gott. Mit nem Bettlaken, ner Kordel und nem Kreuz und viel Watte als Haarpracht und Bart war das Kostüm schnell zusammen gestellt. Damit es auch wirklich der letzte merkt, dass ich kein Engel bin, machte ich mir noch ein Namensschild mit der Aufschrift: „Fuck angels, I am GOD.“ Mit einer strengen Lehrerbrille wurde der Look vervollständigt.

Es war mega witzig, so aufzulaufen – jeder hielt mich erst für einen Engel, doch mit dem Namensschild konnte jeder begeistert werden. Und ich konnte eine Schar aus Engeln um mich sammeln – göttlich.

God and his angel-devil

God and his angel-devil

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s