Internationales Essen (potluck) – Oh Gott, ich habe zu viel gegessen.

Kirtan nannte es „potluck“ – hinter dem (zumindest mir) unbekannten Begriff steckt eine einfache Art von geselligem Zeitvertreib: man trifft sich, jeder bringt etwas zu essen und trinken mit und dann verbringt man eine schöne Zeit. Der Plan klingt recht simpel, ist recht simpel und klappt recht simpel. So wie gestern. Da Linda ihre Wohnung noch ganz für sich hatte (M&M waren noch in Spanien unterwegs) lud sie ein. Das jeder etwas mitbrachte, war besonders toll, weil die Leute aus verschiedenen Ländern kamen und alle etwas sehr unterschiedliches gemacht hatten. So gab es vom Kartoffelpüree (aus Indien) über Zwiebelkuchen (nach deutscher Tradition) und Croissant (von einer finnischen Freundin gemacht mit Rentier-Käse glaub ich) und Antipasti (Mischung aus Italien und Deutschland) und Salat und Wraps (beides aus Sachsen =) ) und Pasta-Salat (nach belgischer Art – wunderbar!!!) und Mac’n’Cheese (importiert aus Amerika) und Pudding (deutsch, glaub ich) und Quarkkeulchen (nach Omis Rezept freilich!) alles.

Fisch ist (kein) Fleisch?!

Fisch ist (kein) Fleisch?!

Der Tisch reichte kaum aus, um alles unterzubringen. Aber wir wären nicht Studenten, wenn wir nicht erfinderisch wären: Als nicht mehr genug Platz auf der Tischplatte war, drehten wir einfach große Becher um und konnten dort weitere Platten und Töpfe draufstellen. Das leckere Essen begann schon gegen sieben Uhr am Abend, aber wir hatten so viel, dass wir bis in die Nacht gegen 12 Uhr essen konnten. Es war auch toll, dass die Platten und Töpfe nicht sofort weg geräumt wurden, weil man dann immer mal wieder zulangen konnte. Die Inderin wunderte sich darüber und erklärte uns, dass man in ihrem Land nach dem Essen das Essen vom Tisch räumt. Gut, kenn ich auch – aber so war es viel gemütlicher. Außerdem brauchten wir die Energie, die im Essen enthalten ist, um darüber zu diskutieren, ob Fisch Fleisch ist oder nicht. Die Europäer unter uns waren alle der Meinung, Fisch ist kein Fleisch. Und Arielle ist ne Ausnahme an Mischung, aber die zählte einfach nicht. Die Amerikanerin und die Inderin sagten Fisch ist Fleisch. Heute morgen schauten wir dann im Lexikon nach: Fisch ist Fleisch (euch Vegetariern war das hoffentlich allen bewusst!!!).

Inspirationen aus Italien: Anais

Inspirationen aus Italien: Anais

Am liebsten hätte ich auch Tonband mitlaufen lassen, um diese tolle Gespräche aufzuzeichnen: vom Essen kam man auf Politik (unverständliche Wahlssysteme in den Vereinigten Staaten von Amerika und muss man auswandern, wenn man mit dem Staatsoberhaupt nicht zufrieden ist?), Bildung (finnische Kinder bekommen jeden Tag ein gesundes Mittagessen umsonst), Wohnen (an und für sich gesehen ist es nichts besonderes, wenn man in New York City neben Robert DeNiro wohnt, er geht auch nicht jeden Tag joggen), Sonderfunktionen der Kamera (sie macht das Bild erst, wenn man lächelt), Reisen nach Ost-Europa und ehemalige Sowjet-Staaten (sie können schön sein, wenn man sie als riesige Freilichtmuseen betrachtet) und viele andere Themen, an die ich mich leider nicht mehr erinnere.

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