„Leb wohl!“ mit Wiedersehens-Garantie – die letzten Stunden in Suomi

Nach fünf Monaten in Finnland (mit der ein oder anderen Unterbrechung) ist mein Auslandssemester in Finnland am Ende angekommen. In wenigen Stunden beginne ich meine Heimfahrt, die hoffentlich nicht zur Odysee wird. Noch weiß ich gar nicht, wohin mit all den Erfahrungen, Emotionen und Erlebnissen – noch ist alles ganz prickelnd und aufregend und frisch. Und deshalb ist mir wohl noch gar nicht wirklich bewusst, wie es ist, nicht mehr Karin, Lisa und Anais als Nachbarn zu haben, nicht mehr einen coolen Tag am See oder im Kaffee mit Mariya, Plamena, Saskia, Julia und Zoltan zu verbringen, nicht mehr Martini und Sprite mit Gepke zu trinken oder mit Szofi am See bis elf Uhr nachts Schach zu spielen. Es fühlt sich einfach nicht nach Abschied an.

Warum?

Mir sind mehrere Gründe dafür eingefallen. Erstens ist alles noch so frisch, dass es für mich noch unglaublich ist, dass es morgen und danach nicht mehr so sein soll. Es wird eine Zeit dauern, bis mir die Ausmaße dieser geänderten Situation bewusst werden. Zweitens ist es kein Abschied für immer – in Deutschland werde ich Karin, Lisa, Linda, Saskia und Christine wiedersehen. Gepke wohnt in den Niederlanden – was ein Katzensprung von Dortmund aus ist. In Italien wohnen Katrin, Anais und Gabriele so nah bei einander, dass sich ein Kurztripp hin lohnt. Und Szofi in Ungarn und Mariya und Plamena in Bulgarien sind zwar etwas weiter weg – aber die Flug- und Zugverbindungen sind hervorragend. Alles nichts, was nicht machbar ist.

Freilich haben wir uns versprochen, uns zu besuchen, in Kontakt zu bleiben und wiederzusehen. Bislang hängt da auch ganz viel Enthusiasmus mit dran und alles ist möglich wenn nicht gar wahrscheinlich. Aber ich frage mich trotzdem, wie es ist, wenn ich zurück in meiner Heimat Dortmund bin, mich der Alltag wieder einfängt – denk ich dann immer noch so? Hab ich dann immer noch so viel Enthusiasmus, diese Versprechen einzuhalten?

Diese Art der Fragestellung führt mich zum dritten Grund, warum es sich nicht wirklich wie Abschied anfühlt: Linda, Lisa, Szofi, Karin, Mariya, Plamena, Julia, Saskia, Gepke, Zoltan, Anais, Jussi, Anu, Stepan, Krystof, Christine, Katrin, Gabriele und noch einige mehr haben es in fünf Monaten geschafft, einen riesengroßen Platz in meinem Herzen einzunehmen, der immer für sie reserviert ist! Mit ihnen verbinde ich grandiose, schöne, aufregende, traurige, lebendige, abstrakte und verrückte Momente! Auch wenn ich wahnsinnig vergesslich bin, so werden sie mir helfen, diese Zeit nie zu vergessen. Mag mir jetzt noch nicht ganz klar sein, wie mich diese Zeit und die Menschen hier verändert haben, doch ich bin mir sicher, dass es sich bereits in geraumer Zeit als „mehr als positive Entwicklung“ herausstellen würd.

Allen lieben Menschen, die diese Zeit hier in Jyväskylä zu einer besonderen für mich gemacht haben – einfach weil sie dabei waren – danke ich von ganzem Herzen! Was ihr für mich getan habt, ist unbeschreiblich, unbezahlbar und unvergesslich! Habt lieben und ewigen Dank dafür! Ich liebe euch alle! Mögen wir uns alle wiedersehen – egal ob in Deutschland, Finnland, Niederlande, Ungarn, Italien, Bulgarien, Kanada oder Brasilien oder sonst wo!

Um uns von der Wolke ganz weit oben wieder etwas in die Realität zu holen (auch wenn ich das nicht bevorzuge!), möchte ich auch noch den Menschen danken, die während meiner Zeit in Finnland auf meiner Hass-Liste gelandet sind. Ich danke ihnen deswegen, weil sie mir durch ihr Verhalten noch mehr bewusst gemacht haben, wie sehr ich meine Freunde hier liebe und wie wertvoll sie für mich sind.

Nun ist es zwar die letzte Weile hier in Finnland, doch der Blog ist noch nicht ganz am Ende. Schließlich steht mir noch das Abenteuer Rückreise bevor und ich glaube es werden noch einige Einträge im Nachhinein folgen, wenn ich anfange, die Zeit hier zu realisieren und zu verarbeiten. Seid gespannt!

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Die letzten paar Tage in Suomi

Ja – so fühlt es sich also an, die letzten paar Tage in Finnland zu verbringen. So schnell sind fünf Monate rum. Obwohl ich es weder „schnell“ noch „langsam“ nennen würde. Es waren halt fünf Monate. Was ich erlebt habt, hab ich euch meistens hier im Blog wissen lassen. Nur die vergangenen zehn Tage war ich schreibfaul – das lag zum einen an meinem fehlenden Pflichtbewusstsein und zum anderen an der Zeit. Denn ich ließ es hier zu, Zeit mit Freunden zu genießen statt Blog zu schreiben. Ich nehme an, dass ihr Verständnis dafür habt – denn viele dieser wunderbaren, grandiosen und hinreißenden Menschen, die ich hier kennen und lieben gelernt habe, werde ich wohl bald nicht mehr jeden Tag sehen können.

Doch bevor ich hier in Melancholie verfalle, will ich euch lieber ein paar Anekdoten aus den vergangenen Tagen erzählen und einige Bilder dazu präsentieren. Welche Emotionen und Gefühle da immer mit bei waren, kann ich euch gar nicht beschreiben. Aber wenn ihr die kurzen Momente kennt, wie zum Beispiel, wenn man mit dem Rad durch Regen fahren musste, durch gefroren daheim ankommt und den ersten Moment warmes Wasser unter der Dusche fühlt oder wenn man in einem abgekühlten Schlafzimmer ins Bett steigt und die Wärme der Decke oder des Partners einen erreicht und durch die Adern rauscht – diesen Moment der Wärme habe ich hier ganz oft gespürt – nur nicht unter der Dusche oder im Bett…

Karin und ich rennen ins eiskalte Wasser eines finnischen (nicht zugefrorenen) Sees

Karin und ich rennen ins eiskalte Wasser eines finnischen (nicht zugefrorenen) Sees

Letzte Woche waren wir zum Beispiel das erste Mal in einem nicht zugefrorenem finnischen See baden. Es war wunderbares Wetter – Sonne pur, kein Wölkchen am Himmel und angenehme 25 oder 26 Grad Celsius. Also zogen wir an den Strand und genossen das Leben – wundervoll! Freilich hielt es uns nicht lange nur auf den Decken, sondern wir wollten baden gehen – meine liebe Nachbarin Karin und ich waren die ersten Mutigen, die sich ins eiskalte Wasser trauten. Weil wir Feiglinge waren, rannten wir hinein – alle Körperregionen waren sofort munter! Beim zweiten Mal kamen dann noch einige hartgesottene Kumpane mit – ein tolles Erlebnis!

Dann waren wir für einen Shopping-Ausflug wieder mal in Tampere. Dort habe ich Straßenkreide entdeckt – freilich musste die gekauft werden und für 3,90 Euro fiel das auch nicht schwer. Zurück in Jyväskylä veranstalteten wir einen Grillabend und nach dem wir das Fleisch und den Salat genossen hatten – und das ein oder andere Bier – wurden wir kreativ und verschönerten den Platz zwischen den beiden Studentenhäusern in Myllyjärvi. Ohne uns zu sehr selbst loben zu wollen – aber wir sind schon knorke!

auf dem Bild ist eine Amerikanerin zu erkennen, die Ketchup lieben muss

auf dem Bild ist eine Amerikanerin zu erkennen, die Ketchup lieben muss

eine Ungarin, die vom Strand auf einer Insel träumt

eine Ungarin, die vom Strand auf einer Insel träumt

eine Hommage an Lappland

eine Hommage an Lappland

wer das sein könnte, erratet ihr bitte selbst

wer das sein könnte, erratet ihr bitte selbst

Nach dem Malkurs wollten wir noch etwas für unsere Figur tun – also ab ins Fitnessstudio – aber open air.

Karin auf dem Schwebebalken

Karin auf dem Schwebebalken

Sofie trainiert ihre Bauchmuskeln - und Linda schaut zu

Sofie trainiert ihre Bauchmuskeln - und Linda schaut zu

Außerdem haben wir probiert, wie Lisa am besten eine Brille trägt – die Abstimmung läuft noch!

erster Versuch

erster Versuch

zweiter Versuch

zweiter Versuch

dritter Versuch

dritter Versuch

vierter Versuch

vierter Versuch

Ganz ehrlich: mein Favorit ist Nummer vier!!!

Achja, manchmal kann man dann nachts auch nicht schlafen oder kommt gerade erst von der Party heim und dann hat man mal Zeit, ein Bild davon zu machen, wie es nacht kurz vor zwei Uhr hier ausschaut:

Jyväskylä - zwei Uhr nachts

Jyväskylä - zwei Uhr nachts

An einem anderen Tag sind wir dann – wieder mal weil wir draußen gegrillt haben – mit großem Interesse auf das Dach unserer Gebäude gestiegen. Und zwar über die Feuerleiter. Und falls ich es noch nicht erwähnte habe: die Gebäude haben fünf Etagen!

auf dem Weg nach ganz oben!

auf dem Weg nach ganz oben!

Von oben hat man dann einen wunderbaren Ausblick über – äh… WALD!

Ausblick vom Dach unseres Hauses

Ausblick vom Dach unseres Hauses

Aber keine Angst – runter sind wir nicht über die Feuerleiter gestiefelt, sondern wir sind über die Dachsauna ins Gebäude gekommen und haben den Fahrstuhl genommen.

Auch das besondere Licht in Finnland haben wir genossen. Und wir wussten natürlich auch, es gekonnt in Szene zu setzen. (neben bei erwähnt: das Bild wurde etwa neun Uhr abends aufgenommen und die Bahnstrecke war um die Uhrzeit nicht mehr in Betrieb)

in der Sonne liegen - mal etwas anders

in der Sonne liegen - mal etwas anders

Ja, so was machen wir hier, wenn wir Zeit haben. Das tollste an der ganzen Sache überhaupt ist aber etwas, was ich nicht auf Bildern festhalten kann: das Gefühl, Freunde zu haben, die man liebt und die einen lieben.

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Heute habe ich auf die Sonne gewartet – in Suomi

unschuldig schlummert die Stadt, bevor die Sonne sie weckt (Aufnahme: 4.34Uhr)

unschuldig schlummert die Stadt, bevor die Sonne sie weckt (Aufnahme: 4.34Uhr)

Ja, das habe ich heute im wahrsten Sinne des Wortes gemacht: ich habe auf die Sonne gewartet. Eigentlich habe ich das nur gemacht, damit ich nicht schlafen gehen muss – ich war nicht müde. Ich schlug dann ein paar Leuten vor, gegen drei Uhr morgens eine kleine Radtour um den See zu machen – die Luft müsse herrlich sein um diese Zeit. Doch ich erhielt nur Absagen: die einen wollten es verschieben, die anderen empfahlen mir doch lieber zu schlafen und dritte erklärten mich für verrückt – das war mir nicht nachvollziehbar. Zum Zeitvertreib telefonierte ich dann erst mit einem Freund aus Würzburg. Passender Weise war dann auch noch eine Freundin aus Dortmund wach und mit der telefonierte ich dann eben so lange und schon war es hier in Finnland drei Uhr morgens durch. Ich schickte mich, weil es draußen schon begann hell zu werden. Eine Jacke übergeworfen, aufs Rad geschwungen und los ging es. Im Rausch des Morgenwindes den Berg hinab zum See, wo ich den Sonnenaufgang beobachten wollte. Ich wusste zu erst nicht, auf welche Seite ich fahren sollte, doch dann war es ganz einfach: ich stellte mich auf die kleine Brücke am Campus, denn von ihr aus hatte man den besten Blick auf den kleinen Hügel am anderen Ende der Stadt, hinter dem die Sonne zu erahnen war.

ganz sanft kündigt ein Sonnenkranz die nahenden Aufgang an (4.48Uhr)

ganz sanft kündigt ein Sonnenkranz die nahenden Aufgang an (4.48Uhr)

Dann wartete ich – und ließ die verschlafene Stadt Jyväskylä auf mich wirken. Es war faszinierend, dass der quirlige Campus ganz ruhig da lag, das kleine Hotel direkt am See schlummerte mit seinen Gästen. Auch die Straßen auf beiden Seiten des Sees waren noch in Schlaf getaucht. Ein einzelner LKW rauschte über die Brücke – lautlos. Einziges Treiben war nur schon auf dem See zu vernehmen – Möven und Enten flogen durch die Luft, setzten sich lauthals ans Ufer und stiegen wieder in die Luft. Die Wasseroberfläche war von konzentrischen Kreis überflutet, weil hunderte Fische nach Mücken und anderem Getier auf dem Wasser schnappten – es war wie Ballett, nur die Tänzer sah man nicht, dafür aber ihre feinen sanften Tritte, die auf dem Wasser landeten.

und dann ist sie da - ganz plötzlich - die goldene Scheibe der Sonne (Aufnahme 4.58Uhr)

und dann ist sie da - ganz plötzlich - die goldene Scheibe der Sonne (Aufnahme 4.58Uhr)

Ich dachte immer, dass die Sonne so ganz allmählich aufgeht, dass sie dann mal hinter dem Horizont auftaucht, erst mit einem kleinem Leuchten, dann die ersten Strahlen, die dann immer mehr werden und irgendwann steht die Scheibe am Himmel – doch dem ist gar nicht so. Zu erst wartet man eine Weile und die Minuten kommen einen wie Stunden vor, dann erkennt man den ersten hellen Kranz um die Sonne. Der Himmel wird in ein saftiges rot-violett getaucht, welches sich im Wasser mit dem Blau zu einem ganz außergewöhnlichen Blau-Violett zusammenmischt. Auf der Wasseroberfläche sind die Farbübergänge fließend – marineblau, türkis, blau-violett, rot-violett und dazwischen grüne und graue Töne. Der menschliche Wortschaft reicht nicht aus, um all diese wunderprächtigen Farben zu beschreiben – selbst ein Bild und ein Foto können nicht das Abbilden, welch Meisterwerk aus Farbe die Natur und die Sonne auf die Oberfläche des Sees malen.

und dann strahlt und leuchtet sie - die Sonne (Aufnahme 5.14Uhr)

und dann strahlt und leuchtet sie - die Sonne (Aufnahme 5.14Uhr)

Nach und nach werden die Baumkronen in ein ganz seichtes Licht getaucht, die Dachkanten der hohen gebäude fangen an vom Sonnenlicht gekitzelt zu werden. Dann steigt die Sonne ganz plötzlich hinterm Horizont auf und ist da. Immer größer wird die goldene Scheibe – und immer weiter reichen ihre Strahlen auf den See, auf die Bäume, auf die Häuser, auf die Straßen, die Stadt und auf die Menschen, die dann langsam erwachen werden.

Ganz faszinierend fand ich auch die Geräusche: es waren keine Stimmen von Menschen, kein Geplabber, kein Gespräch, keine Diskussion, kein Streit und keine Geständnisse, keine Liebeserklärungen, keine Entschuldigungen, keine Telefonate und kein Gemurmel. Es war aber auch keine Stille. Sondern ich konnte die Natur hören: da war das laute Getöne der Möwen, das morgendliche Geschnatter der Enten, man hörte sogar den Flügelschlag der Enten, wenn sie tief über dem Wasser flogen. Dann hörte man noch das tausendfache Schnappen der Fische, die nach Mücken und Fliegen hungerten. Und man hörte, wie am Ufer das Wasser in seichten Wogen auf die Steine klatschte. Im Hintergrund war immer das Geräusch der Stadt zu hören: ein mächliches, ständiges, monotones Brummen, dessen Ursprung nicht auszumachen war.

Blumen, die die ersten Sonnenstrahlen kosten

Blumen, die die ersten Sonnenstrahlen kosten

ein Steg wird von der Sonne gekitzelt

ein Steg wird von der Sonne gekitzelt

als ob es zwei goldene Scheiben wären

als ob es zwei goldene Scheiben wären

Und zum Schluss – mal ganz ehrlich: wer solche schönen Erlebnisse haben kann, der brauch doch keinen Schlafrhythmus, oder???

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Sich neu entdecken – in Suomi

Nachdem ich mich hier in Finnland nun schon mehrfach neu erfunden habe (der fleißige, der Schnee-begeisterte, der besoffene und der exzessiv-besoffene Basti sollen nur einige Beispiele sein), gibt es nun von einem neuen Basti zu berichten. Ich will gleich eingangs anmerken, dass sich diese verschiedenen Eigenschaften oder Einstellungen nicht ablösen oder abwechseln, vielmehr ergänzen sie sich vielleicht.

Einige meiner Mitmenschen werden bezeugen können, dass ich nie ein Mensch war, der Zeit brauchte. Ich hatte immer zu tun: Arbeit, Studium, Freunde, Feiern, Wegsein, Licht an und ausschalten und vieles mehr – ich war nicht ruhigzustellen. Einmal war ich mit einigen Leuten in Andijk, Niederlande, für ein verlängertes Wochenende – am ersten Tag der freien Zeit wusste ich nichts mit mir anzufangen und bin wirklich neben mir gelaufen. Erst langsam kam ich dahinter, wie man das genießen könnte – doch dann waren die vier Tage auch schon vorbei.

Nun habe ich aber deutliche Fortschritte gemacht – es hat zwar eine knappe Woche gedauert, aber jetzt weiß ich, was man mit freier Zeit anstellt: man genießt sie einfach. Das geht hier wunderbar auf die beste Weise: Freunde, Kaffee, Sonne, Seen, Rad fahren, Tennisspielen, Grillen, Essen, Trinken, Schlafen, Klavier spielen und so weiter – alles ist so einfach unbeschwert – ganz grandioses Kino, was hier grad passiert. Es gibt keinen geregelten Tagesablauf – keine Arbeit, auf der man pünktlich erscheinen muss, keine Vorlesung, die einen zwingt, um neun Uhr morgens aus dem Bett zu müssen, keine Nachbarn, die beobachten und zeitlich messen, wann man die Fenster öffnet und das Bett verlässt – hier ist es eher so, dass die meisten Nachbarn selbst noch bis gegen 12 Uhr oder gar länger schlafen – weil sie mit einem erst gegen vier Uhr Morgens ein Bett gefunden haben, in das sie fallen konnten.

Tennis spielen - mit Fahrrädern als Netz

Tennis spielen - mit Fahrrädern als Netz

Gestern waren wir Tennis spielen – in Keltinmäkki. Allein um da hin zu kommen musste man über gefühlte sieben Berge fahren und durch einen komischen Stadtteil von Jyväskylä fahren – zum Glück wohn ich da nicht, sondern muss hier nur seltene Pakete abholen. Zwei Nachbarinnen berichteten, dass man dort auf einem Platz Tennis spielen könnte. Leider war der Platz belegt und das Netz abgebaut, doch weil wir schon mal da waren, wollten wir uns die Chance nicht nehmen lassen, Tennis zu spielen. Der sandige Fussballplatz neben an war frei, wenn auch staubig in der Hitze von 25°C und ein Netz gab es auch nicht – aber wir stellten unsere Fahrräder in einer Reihe auf und schon hatten wir ein Netz improvisiert. Noch eine Bank herangeholt und das Handtuch sowie die Wasserflasche drauf gepackt, schon war Wimbeldon nach Finnland verlegt worden. Auf dem Rückweg kühlten wir uns im nebengelegenen kleinen See ab – es war wunderbar kühl und gar nicht kalt.

erfrischende Abkühlung nach Tennisspielen im Staub

erfrischende Abkühlung nach Tennisspielen im Staub

Bei all der freien Zeit hier kann ich zwei Hobbies nachgehen, von denen ich nicht mal wusste, dass ich sie habe. Das eine davon ist LESEN! Natürlich les ich fiel im Internet – seien es (internationale) Zeitungen und Magazine oder auch Blogs von Freunden und Bekannten und interessanten Menschen. Aber ganz besonders gern les ich hier Bücher in Finnland. Die Stadtbibliothek hat zum Glück eine gute Auswahl: „Der kleine Prinz“, „Prof. Unrat“ und „Effi Briest“ (seit meiner Schulzeit eines meiner absoluten Favoriten – danke Frau Schramm) sind nur einige Bücher. Gerade heute habe ich mir „Erfundene Wahrheit – Deutsche Geschichten von 1945 – 1960“ (hrg. von M. Reich-Ranicki) besorgt. Ein Sammelwerk mit Erzählungen von Döblin, Bachmann, Seghers, Böll, Borchert, Walser und vielen anderen wunderbaren Autoren der deutschen Literatur. Es ist ein Fest, Bücher mit Kaffee und Süßigkeiten auf dem Balkon zu lesen, während die Sonne sanft durch die Bäume scheint. Oder wenn man am See liegt in der wundervollen Sonne. Oder wenn man auf einer Bank im Park sitzt, über dem Treiben der Stadt – ab von jeder Regelmäßigkeit und noch weiter weg von Alltag. HERRLICH!!!

Wer liegt nicht gern an einem der 188.000 Seen und genießt das Wetter und das Leben?

Wer liegt nicht gern an einem der 188.000 Seen und genießt das Wetter und das Leben?

Das zweite Hobby, was mich gerade in den letzten zwei Tagen wirklich gepackt hat, ist die Musik. Diesmal meine ich weniger das Klavier spielen als viel mehr das „Musik suchen und hören“. In Blogs, Magazinen im Internet oder auf den Feuilleton-Seiten der großen, internationalen Zeitungen kann man sich wunderbar Anregungen für neue Unterhaltung der Ohren besorgen. Auf Videoportalen findet man dann recht schnell die dazugehörige Musik und mit ein paar Klicks hat man auch das dazugehörige Album der Künstler gefunden und kann es sich auf das Mobilfon laden, damit man es unterwegs hören kann – oder wo auch immer. Um vielleicht nur einige Beispiele zu liefern, wo ich heute gute Musik gefunden habe: Feuilleton der NY Times, Guardian Music Reviews oder de:bug. Auch die Playlisten der Radios Fritz (Potsdam, Deutschland) und FM4 (Wien, Österreich) sind hilfreich.

Mein Ohrwürmer des Tages sind „Changing“ von The Airborne Toxic Event, Austra mit „Lose it“ und „Cadenza“ von Dutch Uncles.

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REVIDIERE!!! Freie Zeit ist toll! (in Suomi)

Gut, man muss zu Fehlern stehen und das will ich jetzt hier gleich mal tun. Hab ich noch vor einigen Tagen geschrieben, dass ich lieber arbeiten würde als die freie Zeit zu genießen, so möchte ich das heute dann mal zurücknehmen. Und zwar komplett: freie Zeit mit Freunden zu genießen ist grandios.

Pause von der Shopping-Tour: freilich mit Eis in der Sonne

Pause von der Shopping-Tour: freilich mit Eis in der Sonne

Zur Aufklärung: Gestern fuhren vier Freundinnen und ich nach Tampere zum Einkaufen. Es war schon perfektes Wetter, als wir mit dem Zug losfuhren: keine einzige Wolke am Himmel, dafür ein azurfarbenes Blau soweit das Auge blicken kann und eine strahlende Sonne. Die Stadt Tampere empfing uns freundlich und recht schnell war das erste Geld in den Läden ausgegeben. Über den Tag verteilt auch das letzte Geld. Zwischendurch gab es wunderbare Pausen in der Sonne, die mit Eis oder leckerem Essen verschönt wurden. Es war ein wundervoll entspannter Tag, man ließ sich in der Stadt treiben – frei von Stress für Uni, Arbeit, Leben, Familie, Freunde oder Weltgeschehen. Ein Raum nur für uns, wo jeder mal Freiraum zum Atmen hatte. Wundervoll! Wir verfielen immer wieder in Lachanfälle – ich weiß gar nicht mehr warum, aber es war sehr lustig. Zum Abschluss des tollen Tages schauten wir dann noch „Displaceable me“ (deutsch: „Ich – Einfach unverbesserlich“) – ein perfekter Ausklang des grandiosen Tages.

kurz vorm Start der Fahrradparade

kurz vorm Start der Fahrradparade

Der Samstag – zumindest so alt wie er im Moment des Schreibens gerade ist – war ebenfalls zauberhaft. Vor dem Mittag trafen wir uns im Stadtzentrum zur Fahrrad-Parade – ein scheinbar gemeinnütziger Verein, der es sich auf die Kappe geschrieben hat, die Leute zum gesunden Fortbewegen zu motivieren, hat eine Fahrradwoche initiiert und diese Parade war der Auftakt. Unter Geleitschutz der Polizei wurden einige Straßen in der Innenstadt gesperrt und die Radfahrer konnten ihre Freiheit genießen. Nun war es freilich nicht mit der Tour de France zu vergleichen, wohl er mit der Finnischen Friedensfahrt der Senioren – aber Spaß hatte es trotzdem gemacht. Und weil man im Alter ja nicht mehr so kann, war es dann nach 40 Minuten auch genug.

entspannt am See - mit vielen leckeren Sachen

entspannt am See - mit vielen leckeren Sachen

Nun war der Tag gerade mal angebrochen und wir unterforderte Studenten brauchten Unterhaltung. Was eignet sich dazu besser, als schnell in den Supermarkt zu stürmen, leckere Erdbeeren, Trauben und Saft zu besorgen und sich an den See zu werfen. Gesagt, getan. Auf einem urgemütlichen Steg am See inmitten der Sonne legten wir uns nieder, holten ein gesundes Frühstück nach und ließen die Seele im schönsten Wetter und die Füße im kalten Wasser baumeln. Keine einzige Wolke verdeckte die Sonne am Himmel, das Wasser war bis auf zwei Meter klar, wir fanden heraus, dass Erdbeeren, aber nicht Weintrauben schwimmen können und lernten eine Krähe kennen – sie bevorzugte Salzstangen zum Dessert. Ohne viel zu Schwafeln lass ich hier mal einfach Bilder sprechen. Mehr ist erst mal nicht hinzuzufügen.

Studenten müssen sich erholen - regelmäßig

Studenten müssen sich erholen - regelmäßig

kennt jmd eigentlich unseren Haus- und Hofsee noch nicht?

kennt jmd eigentlich unseren Haus- und Hofsee noch nicht?

hmmmm - leckere Erdbeeren

hmmmm - leckere Erdbeeren

Traum? - nein, hier - in Jyväskylä

Traum? - nein, hier - in Jyväskylä

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Freie Zeit – igit!

Wer von euch will eigentlich mal „Zeit für sich“ haben? Einfach mal nichts tun, die Seele baumeln lassen, alle viere grade sein lassen, die Zeit genießen, das Leben, das nichts tun…? Bestimmt will das jeder? Nun, dann werdet neidisch: ich habe das gerade! Aufstehen, wenn es mir passt (und wenn die Sonne zu sehr scheint wird das Fenster dicht gemacht), Kaffee und Frühstück auf dem Balkon – meist so gegen elf oder zwölf Uhr, dann zum See oder in die Stadt, ein Buch lesen, etwas Essen, ein bisschen hier stöbern, dann dort, dann wieder hier, wieder einen Kaffee – oder ein Eis, das immer umräumen, das Fenster öffnen, das Fenster schließen, sich bei Leuten melden, die nicht wirklich Freunde sind aber warum mal nicht wieder in Erfahrung bringen, wie es denen geht – man soll ja sozial sein, richtig Lust hat man zu nichts, deswegen schaut man Filme anstatt etwas anderes zu tun. Ein tolles Leben, nicht oder?

NEIN!

Es ist trostlos und langweilig! Der Mensch braucht Aufgaben (ich rede hier nicht von Wäsche waschen zu einer bestimmten Zeit, um eine Tagesordnung zu bekomme) – sinnvolle Aufgaben: die einfachste Möglichkeit ist Arbeit. Die schwierigste: ein Hobby. Hat man Arbeit, geht man meist völlig darin auf – sei es aus Leidenschaft oder aus Unlust. Man macht die Arbeit zum Zentrum seines Tages und genießt das Wochenende. Aber eigentlich verbringt man das Wochenende damit, sich am Samstag noch über die letzte Woche zu ärgern und am Sonntag bereits Gedanken über den kommenden Montag, Dienstag und Mittwoch zu machen. Solange wie man keine Zeit hat, wünscht man sich vom Herzen weg, endlich mal Zeit zu haben.

Hat man dann aber diese Zeit, wünscht man sich die Arbeit wieder. Der Mensch ist ein Paradoxon: er will immer das, was er nicht hat oder nicht haben kann. Ein Beispiel: Kinder interessieren sich erst dann für einen schnöden Ball, wenn ihn jemand anderes hat. Liegt er einfach so da, ohne beachtet zu werden, ist er auch für ein Kind uninteressant. Bedeutung erhält er erst, wenn andere Menschen ihm Bedeutung zu schreiben und wir diese Bedeutung für wahr halten (wer mehr zu solch Einsicht erhalten möchte sollte mal Janne Tellers „Nichts“ lesen – ein wunderbares Buch). Kinder verhalten sich aber nicht so, weil sie jung und unerfahren sind – nein, sie verhalten sich so, weil es Instinkt ist – vielleicht sogar in der Sache der Natur des Menschen. Dieses Verhalten ist auch später bei Menschen zu beobachten: ein Mann oder eine Frau interessieren sich nur dann für andere Menschen, wenn es bereits andere vor ihnen getan haben. Nur selten entdeckt man Interesse unter Menschen, weil die Menschen wirklich an einander interessiert sind. Das funktioniert ebenso mit Sächlichkeiten oder Gegenständen. Ein Beispiel: Versteigerungen. Der Preis wird in die Höhe getrieben, weil zwei oder mehr Menschen Interesse an der Sache haben – und sie glauben, dass sie um so wertvoller sein muss, je mehr Menschen mitbieten oder um diese Sache kämpfen.

Um es zusammen zu fassen: mir fehlt eine Arbeit – vielleicht habe ich einfach kein Hobby. Es stimmt: ich kann nicht sagen, ich gehe gern Vögel beobachten, spiele Theater oder jogge (IGIT!!!). Dafür lese ich aber, schaue Filme, schreibe Erinnerungen auf, fahre Rad, skate, telefoniere oder was auch immer – all das sind aber Dinge, die ich erledigen kann, während ich auf dem Weg zu etwas bin oder eine Aufgabe erfülle. Bücher und Zeitungen kann ich in der Bahn oder dem Bus auf dem Weg zur Arbeit oder Uni erledigen, Essays und Schriften kann ich lesen, während ich an einer Seminararbeit schreibe, den Kaffee gibts to go und auch Telefonieren kann ich dank Handy von überall aus – auch während ich auf dem Weg zu einer Aufgabe bin.

Nun der Vorwurf der Gegenseite: mit diesem Verhalten widmest du dich nie etwas vollkommen sondern wertest es ab, während du anderen Dingen (Aufgaben) mehr Bedeutung zu wendest, da du dich auf dem Weg zu ihnen befindest. Mein Argument: warum darf man nicht mehrere Dinge gleichzeitig erledigen? Ich habe nicht vor, ewig zu leben, aber viel zu schaffen – warum darf ich dann nicht einige Dinge gleichzeitig tun? Weil einige dieser Dinge Menschen sind – gab ich mir selbst die Antwort.

Das besondere an diesen wenigen Menschen ist, dass es FREUNDE sind – und dafür lohnt es sich immer Zeit zu haben und sich die Zeit zu nehmen – und vor allem: alle anderen Aufgabe für Freunde warten zu lassen. Ein Kaffee mit Freunden auf dem Balkon in der Sonne, oder am See, oder in der Stadt, oder Frisbee spielen in der Nacht am See, oder einkaufen gehen, oder Sushi essen, oder ein Picknick haben, oder gemeinsam verreisen oder ein Film schauen oder einfach nur die Zeit zu verbringen – dieses Privileg der Zeit habe ich lange nicht zu schätzen gewusst. Jetzt ist es mir bewusst und um so wichtiger.

Gerade hier in Finnland wird mir klar, dass man Freunde nicht für immer vor der Haustür hat: sie ziehen um, wohnen woanders, vielleicht mehrere Tausend Kilometer entfernt – dann kann man nicht mehr einfach für einen Kaffee zur Nachbarwohnung gehen und kann quatschen – oder lachen oder was auch immer.

Von daher: freie Zeit – sei mir willkommen, denn ich werde sie so bald nicht mehr haben.

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Vappu!

Tausende Studenten im Park von Jyväskylä

Tausende Studenten im Park von Jyväskylä

Das sollten wir auch in Deutschland und dem Rest von Mitteleuropa etablieren: Vappu – Studenten feiern sich selbst und alle feiern mit. Vappu steht in enger Verbindung mit der Walpurgisnacht und auch der Maifeiertag (Tag der Arbeiter) ist in Finnland bekannt und ein nationaler Feiertag. Doch seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Tag vor dem 1. Mai immer mehr ein Tag zu Zelebrierung der Studenten – vor allem der Studenten der Ingenieurwissenschaften. Freilich war der Tag auch für politische Reden und Märsche gedacht, doch bis auf wenige Ausnahmen gibt es kaum noch derlei Veranstaltungen mit Bedeutung.

noch ist es ruhig um Minna Canth (Statue)

noch ist es ruhig um Minna Canth (Statue)

In Jyväskylä wurde Vappu bereits seit Donnerstag gefeiert. Desöfteren sah man Studenten in ihren bunten Overalls (Haalarit genannt) rumlaufen. In Helsinki sah ich bereits vor zwei Wochen Studenten mit diesen Anzügen, die zeigen, welcher Fakultät sie angehören. Am Donnerstag haben die meisten Clubs und Bars Sonderangebote für die Studenten. Freitag werden dann sämtliche Alco-Shops und Supermärkte geplündert – freilich wird hauptsächlich Hochprozentiges gekauft. Am Samstag trifft man sich dann in Parks und auf Straßen und in der ganzen Stadt. Wir gingen in den Kirkkopuisto (Stadtkirchpark) zur Statue von Minna Canth. Sie war eine finnisch-schwedische Schriftstellerin, die sich besonders stark für die Rechte der Frau machte. So schrieb sie zum Beispiel ein Theaterstück über eine Frau, die all ihr Vermögen verlor, weil ihr trinksüchtiger Mann alles Geld und Gut verjubelte und dabei im Recht war. Sie veröffentlichte ihr Werk und bereits wenige Monate später wurde die Gütertrennung zwischen Ehegatten in Finnland rechtskräftig. Auch für die Bildung der Frau hat sich Minna Canth stark gemacht. Deswegen steht dort im Park ihre Statue.

Mit einigen Reden, die ich leider nicht verstand, und einer Preisverleihung für vermutlich besonders engagierte Studenten wurde am späten Nachmittag zelebriert, dass Minna so eine tüchtige Frau war – und sie bekam eine weiße Studentenmütze aufgesetzt. Am Samstag hatte jeder Student in Finnland dieses an eine Kapitänsmütze erinnernde Kleidungsstück auf dem Kopf. Tausende Studenten hatten den Park und die Stadt im Griff – sie saßen auf grünen Wiesen, auf Bänken oder in Cafés oder wo es sonst grade passte – und tranken und feierten sich selbst. Das Wetter spielte einigermaßen mit – es schien die Sonne (meist) und es war angenehm. Aber nach einigen Stunden wurde es dann doch kalt und wir verzogen uns in die nächste Bar.

die Spannung war zu spüren

die Spannung war zu spüren

viele weiße Mützen im Park

viele weiße Mützen im Park

Später gingen wir dann noch auf eine Art Jahrmarkt und Bayley und ich sind Karussel gefahren! Das habe ich zuletzt vor Jahren gemacht! Es war toll – und obwohl alkoholisiert wurde mir nicht schlecht! Zum Abschluss sind wir noch Riesenrad (naja, war halt n kleines gewesen) gefahren. Und der Betreiber war witzig: wir setzten uns rein und fragten, ob wir Pizza bestellen dürften. Er sagte nein und schob die Bitte nach: „Sicherheitsgurte“ anlegen. Während wir alle nach diesen Dingern suchten, lachte er sich kaputt, weils keine gibt. Jippie.

Das tollste an Vappu ist aber so wie so der Sonntag: da haben alle einen Kater und sind noch betüdelt. Aber keiner verpasst es, in den Park zu gehen, sich auf eine Decke zu werfen und am riesigen Picknick teilzunehmen. Es gibt jede Menge zu essen und freilich auch zu trinken. Aber es ist alles sehr entspannt – es ist weniger eine Party als viel mehr ein geselliges Ausnüchtern. Dass sich dabei Sonnenschein und Schnee (am 1. Mai !!!) abwechseln, stört dann auch keinen mehr.

das große Ausnüchtern in bester Gesellschaft im Park

das große Ausnüchtern in bester Gesellschaft im Park

wunderbarer Blick über die Stadt, während man das Studentenleben genießt - perfekt

wunderbarer Blick über die Stadt, während man das Studentenleben genießt - perfekt

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